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Games: Ist die Zeit der großen MMOs vorbei?

Wenn es nach John Smedley, dem Chef von Daybreak Games (ehemals Sony Online Entertainment) geht ja. In einem Interview mit Games Industry äußert er seine Meinung, dass die Tage von Online-Rollenspielen im Stil von World of Warcraft gezählt sind. Um diese Aussage entstand ein regelrechter Shitstorm und nun stellte John Smedley sich den Kritikern in seinem Reddit-Channel und klärte auf, was er mit dieser Aussage wirklich meinte.

h1z1-Cover

Wer kennt es nicht? Job, Familie, Freunde und andere Hobbys konkurrieren mit dem Wunsch mal wieder richtig schön zu zocken. Fast immer wird dann das Gaming hinten angestellt und der geplante 8h World of Warcraft Raid verkommt zu einem schnellen „Nur noch fix die Dailies machen…“. Nicht ohne Grund finden Spiele wie League of Legends, oder andere MOBAs so viel Anklang. Ein 45min Match ist viel besser mit dem Real-Life vereinbar, als ein 8h Hardcore-Raid und auf diesen Sachverhalt stellt sich nun auch die Gaming-Industrie und besonders die Entwickler von Daybreak Games ein.

„Wie viele Leute kennst du noch, die jede Nacht World of Warcraft raiden?“ Aussagen wie diese sind es, die die Wut und Kritik der Spieler gegen Smedley nach sich ziehen. Konsens der Sache ist jedoch immer der gleiche, nach Meinung des Daybreak Games Chefs sind die Tage von klassischen MMORPGs, im Stil von World of Warcraft gezählt. Als Gegensatz dazu hebt er das Zombie-Survival-MMO H1Z1 hervor, dessen Art den neuen Standard im Onlinegaming bilden soll.

Der Geist der Zeit schreitet weiter voran und ganz unrecht hat Smedley gar nicht, heutzutage verbringen die Spieler nicht mehr so viel Zeit in einem Onlinespiel, wie es noch vor Jahren der Fall war. Kurze Spielesessions sollten da viel besser bei Spielern ankommen und größtenteils stimmt das auch. Jedoch nur größtenteils, denn Hardcore-Fans machen einen beträchtlichen Teil der Gaming-Community aus und eben dieser Teil möchte auch auf seine Kosten kommen. Ob da die kurzen Sessions der richtige Weg sind, sei dahingestellt.

Nun könnte man Smedleys Interview als Werbung für H1Z1 abschreiben und es einfach dabei belassen lassen, dass Problem dabei ist jedoch, dass Daybreak Games selbst einige der besagten, sterbenden MMOs auf dem Plan hat: EverQuest 1 und 2 sowie das kommende EverQuest Next. Mit der Veröffentlichung des Interviews wurden direkt Gerüchte laut, dass Smedley damit die Abschaltung dieser Spieler angedeutet hätte.

In einem Statement zum Interview dementierte Smedley die aufkommenden Gerüchte und versicherte den Fans, dass die Entwicklung von EverQuest Next fortlaufe. Die Welt habe sich jedoch gewandelt und so auch die Anforderungen. Es sei nicht mehr das Ziel von Daybreak Games Spiele zu entwerfen, in denen der Spieler täglich mehrere Stunden zubringen muss, um erfolgreich zu sein. Diesen Aspekt werde man auch bei der Entwicklung von EverQuest Next berücksichtigen. Von Hardcore zu Casual, es sieht so aus, als hätte Daybreak seine Entscheidung getroffen.

„Wir können nicht davon ausgehen, dass unsere Spieler sich durch einen achtstündigen Raid-Encounter grinden möchten oder unsere Spiele wie einen zweiten Job behandeln. Wir müssen sicherstellen, dass unsere Spiele auch in kurzer Zeit viel Spaß machen.“

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